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Hannah Arendt Zitate

Gespeichert von Herr Martin Mair am

Das Beisammensein von Leichtgläubigkeit und Zynismus war charakteristisch für die Mobmentalität, bevor es eine alltägliche Erscheinung moderner Massen wurde. In beiden Fällen entstand dies Mischung dort, wo Menschen in einer ständig wechselnden und immer unverständlicher werdenden Welt sich darauf eingerichtet hatten, nichts zu glauben, überzeugt, daß schlechterdings alles möglich sei und nichts wahr. 
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Seite 802

Jedenfalls wissen wir von dem letzten Krieg, daß Hitler, wenn er nur gewollt hätte, sich nicht in Partisanenkämpfe aufreiben lassen müssen und zumindest die Ukrainer als recht verlässliche Bundesgenossen hätte gewinnen können.
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Seite 694

Nur wo diese gemeinsame Welt völlig zerstört und eine in sich völlig unzusammenhängende Gesellschaftsmasse entstanden ist, deren heterogene Gleichförmigkeit aus nicht nur isolierten, sondern auf sich selbst und nichts sonst zurückgeworfenen Individuen besteht, kann die totale Herrschaft ihre volle Macht ausüben, sich ungehindert durchsetzen.
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Seite 695

In jedem bürokratischen System gehört das Abwälzen von Verantwortung zur täglichen Routine.
Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 27

Bürokratie ist die Herrschaft der Niemande und aus ebendiesen Grund vielleicht auch die am wenigsten menschliche und grausamste Herrschaftsform.
Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 28

 Politisch betrachtet bestand die Schwäche des hier zur Diskussion stehenden Arguments, dass diejenigen, die das kleinere Übel wählen, rasch vergessen, dass sie sich für ein Übel entscheiden." Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 34

 Die Hinnahme kleinerer Übel wird bewußt dafür eingesetzt, die Beamten wie auch die Bevölkerung im Allgemeinen daran zu gewöhnen, das Übel an sich zu akzeptieren’
Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 36

 Um es deutlich zu sagen: Nicht weil sie das Gebot „Du sollst nicht töten“ streng befolgt hätten, lehnten sie es ab zu morden, sondern deshalb, weil sie nicht willens waren, mit einem Mörder zusammen zu leben, mit sich selbst.
Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 46

Am allerbesten werden jene sein, die wenigstens eins genau wissen: dass wir, solange wir leben, dazu verdammt sind, mit uns selbst zu leben, was immer auch geschehen mag.
Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 48

 Folglich sollten diejenigen, die mitmachten und Befehlen gehorchten, nie gefragt werden: 'Warum hast du gehorcht?', sondern 'Warum hast du Unterstützung geleistet?'
Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 52

Es wäre viel gewonnen, wenn wir das Wort „Gehorsam“ aus dem Vokabular unseres moralischen und politischen Denkens streichen könnten.
Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur? Seite 52

"Krieg führende Staaten sind wie Betrunkene in einem Porzellanladen".
Das Urteilen", Seite 84

„gerecht“ ist nichts anderes als die Bezeichnung , welche die Machthabenden jenen Maßnahmen verleihen, die sie per Gesetz ihren Untertanen auferlegen. Im Gegensatz dazu hat Kallikles erläutert, dass Gesetze, als reine Konventionen, von der schwachen Mehrheit gemacht werden, um sich vor den Wenigen, die stark sind, zu schützen.
Über das Böse, 66

Wenn ich unrecht tue, bin ich dazu verdammt, in unerträglicher Intimität mit einem Unrechttuenden zusammenzuleben; ich kann ihn nie loswerde
Über das Böse, 70

So wie ich mein eigener Partner bin, wenn ich denke, bin ich mein eigener Zeuge, wenn ich handle.
Über das Böse, 71

Der sicherste Weg für den Verbrecher, niemals entdeckt zu werden und der Strafe zu entkommen,ist, das, was er tat, zu vergessen und nicht weiter darüber nachzudenken.
Über das Böse, 75

Wenn ich mich weigere, zu erinnern, bin ich eigentlich bereit, alles zu tun
Über das Böse, 76

Die größten Übeltäter sind jene, die sich nicht erinnern, weil sie auf das Getane niemals Gedanken verschwendet haben, und ohne Erinnerung kann nichts sie zurück halten.
Über das Böse, 77

Das größte Böse ist nicht radikal, es hat keine Wurzeln, und weil es keine Wurzeln hat, hat es keine Grenzen, kann sich ins unvorstellbare Extreme entwickeln und über die ganze Welt ausbreiten.
Über das Böse, 77

wenn vergeben wird, dann wird nicht dem Verbrechen vergeben, sondern der Person; beim wurzellos Bösen gibt es keine Person mehr, der man je vergeben könnte.
Über das Böse, 78

Sokrates glaubte, er könnte seine Mitmenschen bessern, indem er den Leuten beibringen würde, wie sie denken, wie sie mit sich selbst sprechen sollen – und stellt sich gegen die Kunst des Redners, der lehrt, wie zu überzeugen ist, sowie den Ehrgeiz der Weisen, das zu lehren, was gedacht und wie gelernt werden soll.
Über das Böse, 87

Denken heißt prüfen und befragen.
Über das Böse, 89

Wenn Kant sagte: Jede Maxime die kein universal gültiges Gesetz werden kann, ist Unrecht, so ist das, als hätte Sokrates gesagt, jede Tat sei Unrecht, mit deren Urheber ich nicht mehr zusammenleben könne.
Über das Böse, 96

Um es deutlich zu sagen: Das größte begangene Böse ist das Böse, das von Niemanden getan wurde, das heißt, von menschlichen Wesen, die sich weigern, Personen zu sein.
Über das Böse, Über das Böse, 101

Der Geist wird nicht bewegt, wenn er nicht bewegt werden will.
Über das Böse, 104

Wenn der Herr zum Sklaven sagt, Du bist nicht frei, weil du dies und jenes nicht tun kannst, wird die Antwort sein: Ich will das ja gar nicht tun, also bin ich frei.
Über das Böse, 106

Wenn ich Gutes tun will, darf ich nicht darüber nachdenken, was ich tue.
Über das Böse, 119

Nach Sokrates wäre Unrecht all das, was ich nicht ertragen kann, getan zu haben, und der Übeltäter wäre jemand, der das Zwiegespräch unfähig ist, besonders des Gesprächs mit sich und sich selbst.
Über das Böse, 120

Mancher versteht sich darauf, das eigne Gedächtnis zu trüben, um zu mißhandeln, um wenigstens an diesem einzigen Mitwisser seine Rache zu haben: - die Scham ist erfinderisch.
Über das Böse, 119

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